,

Gewalttaten Geistesgestörter

Eine psychiatrisch-epidemiologische Untersuchung in der Bundesrepublik Deutschland

Specificaties
Paperback, 298 blz. | Duits
Springer Berlin Heidelberg | 0e druk, 1973
ISBN13: 9783540062257
Rubricering
Springer Berlin Heidelberg 0e druk, 1973 9783540062257
€ 90,71
Levertijd ongeveer 8 werkdagen

Samenvatting

Die Bemuhungen der modernen Psychiatrie gelten einer offeneren Behandlung psychisch Kranker. Eine nicht genau bekannte Anzahl von chronisch Geisteskranken und geistig Be­ hinderten, deren Dauerunterbringung man fruher fur notwendig erachtete, wird in zu­ nehmendem MaBe die Chance erhalten, wieder unter uns zu leben. Damit werden den betroffenen Familien und der Gesellschaft mehr Lasten und vielleicht auch mehr Risiken auferlegt, als sie zu tragen gewohnt waren. Wer bereits an den ersten Versuchen beteiligt war, gemeindebezogene und rehabili­ tationsorientierte Psychiatrie in cler Bundesrepublik einzufuhren, der weiB, welche Wider­ stande zu uberwinden waren. Was konnte man dem Hauptargument "Geistesgestorte sind unberechenbar und gefahrlich" eigentlich entgegensetzen? Die divergierenden Auffassun­ gen, die dazu im eigenen Fachgebiet vertreten wurden, waren wenig hilfreich. Eine empiri­ sche Erhebung, die zuverlassige Auskunft geben konnte, lag nicht vor. Der eigene Glaube - von manchen hoch geschatzt - ist flir den Wissenschaftler, auch wenn er in der Praxis steht, keine solide Grundlage.

Specificaties

ISBN13:9783540062257
Taal:Duits
Bindwijze:paperback
Aantal pagina's:298
Uitgever:Springer Berlin Heidelberg
Druk:0

Inhoudsopgave

Die Problemlage aus der Sicht der psychiatrischen Literatur.- 1 Frühere Untersuchungen Ober Die Gewalttätigkeit Geistesgestörter.- A. Allgemeine Studien zur Häufigkeit ernster Gewalttaten Geistesgestörter.- 1. Die kasuistisch-typologische Periode.- 2. Die Periode grobquantitativer Untersuchungen.- a) Versuche von Totalerhebungen.- b) Untersuchungen an Gutachten- und Patientenkollektiven psychiatrischer Krankenhäuser.- c) Versuche quantitativer Analysen von Tatmotiven und vergleichbarer Zusammenhänge.- 3. Die epidemiologische Periode.- B. Beziehung einzelner Krankheitsgruppen zu Gewalttaten.- 1. Schizophrenien.- a) Der Wahn als besonderer Risikofaktor.- 2. Affektive Psychosen (manisch-depressiver Formenkreis).- a) Allgemeine diagnostische Überlegungen.- b) Manie und verwandte Syndrome.- c) Psychotische Depressionen.- 3. Die Epilepsien.- 4. Erworbene Hirnschädigung (Trauma, Entzündung, Intoxikation) und hirnatrophische Prozesse.- 5. Schwachsinn.- 2 Fragestellung, Material Und Methodik.- 2 Fragestellung, Material Und Methodik.- 1. Fragestellungen und Ziel der Untersuchung.- 2. Erfassungskriterien für den untersuchten Personenkreis.- a) Erfassungskriterien der Tat.- b) Erfassungskriterien für Geisteskrankheit oder Geistesschwäche der Täter.- c) Hauptdiagnose (Diagnosenkombination) und Mehrfachklassifikation.- 3. Erhebungswege (Fallermittlung).- 4. Repräsentativst des Materials.- 5. Ablauf der Erhebung, Validität gewonnener Daten.- 6. Bezugspopulationen und Vergleichsgruppen.- a) Vergleich mit der „strafmündigen— Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland.- b) Vergleich mit der Gesamtheit verurteilter Gewalttäter.- c) Vergleich mit Geisteskranken in der Bevölkerung.- d) Gruppenvergleich mit einem Sample psychisch kranker „Nichttäter“.- 3 Ergebnisse.- A. Allgemeine Daten.- 1. Anzahl und Geschlechtsaufteilung der Täter.- 2. Tatort nach Bundesländern.- 3. Tatzeit.- 4. Art der Tat.- 5. Zahl der Opfer.- a) Zahl der Getöteten.- b) Zahl der Verletzten.- B. Geschlecht, Alter, Diagnosen — Gesamtvergleiche.- 1. Geschlecht.- 2. Alter.- 3. Diagnosen.- a) Schizophrenien.- b) Übrige endogene Psychosen..- c) Schwachsinn.- d) Hirnorganische Abbauprozesse (Demenz), spät erworbene Hirnschädigung, Epilepsien und übrige Störungen.- 4. Alter und Geschlecht bei den wichtigsten Diagnosen.- a) Geschlecht.- b) Alter.- C. Gewalttäterrisiken der Geistesgestörten und der Gesamtbevölkerung im Vergleich.- 1. Vergleich mit „ermittelten” Gewalttätern.- 2. Vergleich mit verurteilten Gewalttätern.- 3. Vergleich mit der Todesursachenstatistik.- 4. Vergleich mit Prävalenzdaten.- 5. Vergleich mit Incidenzdaten.- 6. Gewalttäterrisiken (Wahrscheinlichkeiten) für einige Krankheitsgruppen.- a) Schizophrenie.- b) Affektive Psychosen.- c) Schwachsinn.- D. Persönlichkeit, Krankheit und Vorfeld der Tat — Patientenvergleiche.- Zwischengruppenvergleiche von gewalttätigen und nichtgewalttätigen Patienten.- 1. Heredität.- a) Familiäre Belastung mit schweren psychischen Störungen.- b) Familiäre Belastung mit aggressivem und/oder autoaggressivem Verhalten.- c) Vollständigkeit der Primärfamilie.- d) Zusammenfassung.- 2. Persönliche Vorgeschichte.- a) Persönliche Disposition (Praemorbide Persönlichkeit).- b) Intelligenz.- c) Personenstand.- d) Beruf zur Tatzeit bzw. zur Zeit der Aufnahme.- e) Delinquenz (kriminelle Handlungen in der Vorgeschichte).- f) Zusammenfassung.- 3. Krankheit.- a) Symptome.- b) Krankheitsdauer und Verlauf.- c) Zusammenfassung.- 4. Behandlungsdaten (Vorausgegangene Behandlung).- a) Vorausgegangene psychiatrische Krankenhausbehandlung.- b) Psychiatrische Behandlung im letzten halben Jahr vor der Tat bzw. der Aufnahme.- c) Entlassungsform nach der letzten psychiatrischen Krankenhausbehandlung vor der Tat bzw. Aufnahme.- d) Zeitraum zwischen letzter Entlassung und Tat bzw. Neuaufnahme..- e) Zusammenfassung.- 5. Soziale Situation und Verhalten im Halbjahr vor der Tat.- a) Wohngemeinschaft.- b) Kontakte.- c) Umwelteinflüsse als risikofördernde Streßfaktoren.- d) Verhaltensauffälligkeiten ein halbes Jahr vor der Tat.- e) Zusammenfassung.- Untergruppenvergleiche bei gewalttätigen Patienten.- 1. Heredität.- 2. Persönliche Vorgeschichte.- 3. Krankheit.- 4. Vorausgegangene Behandlung.- 5. Soziale Situation und Verhalten im Halbjahr vor der Tat.- E. Tatausführung und Opfer.- 1. Tatausführung und Begleitumstände.- a) Gewalttaten mit Todesfolge: Einfluß von Geschlecht und Diagnose der Täter.- b) Angewandte Aggressionsmittel.- c) Selbstmord und Selbstmordversuch des Täters in Zusammenhang mit der Tat.- d) Sexuelle Begleithandlungen.- e) Alkoholeinfluß bei der Tat.- 2. Opfer.- a) Kinder oder Erwachsene als Opfer.- b) Geschlecht erwachsener Opfer.- c) Bestehende Bindungen zwischen Täter und Opfer.- 3. Subjektive Voraussetzungen der Tat beim Täter.- a) Impulsive oder geplante Gewalttaten.- b) Wahnhafte Beziehungen zum Opfer.- c) Motive.- 4. Unterbringung nach der Tat.- F. Qualitative Analyse von Krankheitsgruppen mit kleinen Fallzahlen.- 1. Epileptische Gewalttäter.- a) Geschlecht.- b) Alter.- c) Stand.- d) Beruf zur Tatzeit.- e) Persönlichkeitsmerkmale.- f) Heredität.- g) Vordelinquenz.- h) Krankheitsmerkmale.- i) Verhalten im Halbjahr vor der Tat.- k) Tat- und Opfermerkmale.- 2. Gewalttäter mit späterworbener Hirnschädigung und hirnatrophischen.- Prozessen.- a) Geschlecht.- b) Alter.- c) Stand.- d) Beruf zur Tatzeit.- e) Persönlichkeitsmerkmale.- f) Heredität.- g) Vordelinquenz.- h) Krankheitsmerkmale.- i) Verhalten im Halbjahr vor der Tat.- k) Tat- und Opfermerkmale.- 3. Geistesgestörte Gewalttäter mit chronischem Alkoholismus.- a) Geschlecht und Alter.- b) Stand.- c) Beruf.- d) Persönlidikeitsmerkmale, kriminelle Handlungen in der Vorgeschichte und Heredität.- e) Krankheitsmerkmale.- f) Verhalten im Halbjahr vor der Tat.- g) Tat- und Opfermerkmale.- 4 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse.- 4 Zusammenfassung und Diskussion der ergebnisse.- 1. Die „Gefährlichkeit” Geistesgestörter.- 2. Selbstgefährdung und Fremdgefährdung.- 3. Gewalttatenrisiko einzelner Krankheitsgruppen.- 4. Allgemeine Daten über Tat und Opfer.- a) Tatfolgen.- b) Tatausführung.- c) Alkoholeinfluß zum Zeitpunkt der Tat.- d) Gewalttat und Selbstmord.- e) Wiederholungstäter.- f) Opferwahl.- g) Tatmotive und Tatplanung.- h) Anlässe oder Auslösefaktoren der Tat.- 5. Geschlecht, Alter und Diagnose der Täter.- a) Geschlechtsverteilung.- b) Alters Verteilung.- c) Diagnosen.- 6. Sonderfall „cyclothyme Manie“.- 7. Krankheitsdauer vor der Tat.- 8. Frühere Behandlung kranker Täter.- 9. Risikoperiode nach der Entlassung aus einem psychiatrischen Krankenhaus.- 10. Konsequenzen für Vorbeugung und Behandlung.- 11. Familien- und Persönlichkeitsfaktoren.- 12. Intelligenz, Bildung, Ehe, Beruf.- 13. Vorzeichen der Tat.- 14. Typik der Gewalttäter verschiedener Krankheitsgruppen.- a) Schizophrene Psychosen.- b) Affektive Psychosen.- c) Nichtklassifizierbare endogene Psychosen.- d) Schwachsinn.- e) Anfallsleiden (Epilepsien).- f) Späterworbene Hirnschäden.- g) Hirnabbauprozesse (Präsenile und senile Demenzen).- h) Alkoholismus und Alkoholkonsum zur Tatzeit.- 15. Schluß.- Literatur.- Namenverzeichnis.- Erhebungsbogen.
€ 90,71
Levertijd ongeveer 8 werkdagen

Rubrieken

    Personen

      Trefwoorden

        Gewalttaten Geistesgestörter