„Ich will halt anders sein wie die anderen!“

Abgrenzung, Gewalt und Kreativität bei Gruppen Jugendlicher

Specificaties
Paperback, 446 blz. | Duits
VS Verlag für Sozialwissenschaften | 0e druk, 2012
ISBN13: 9783322974358
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VS Verlag für Sozialwissenschaften 0e druk, 2012 9783322974358
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Samenvatting

Wieder einmal, wie schon in den fiinfziger Jahren, als Halbstarke und Rocker, in den sechziger Jahren als die Studentenbewegung, in den Siebzigem als die K­ Gruppen und den Achtzigem als die Jugend- und Hausbesetzerbewegung das Bild der Jugend in der Offentlichkeit bestimmten - wieder einmal werden in den neun­ ziger Jahren Vnverstandnis und Entrtistung tiber "die" Jugend laut. Vnd sicherlich haben wir selten so viel Grund zur Sorge gehabt, wie seit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen und Anschlagen in diesem Jahrzehnt. Seit einigen Jahren steigt obendrein das Gewaltniveau der Jugendlichen an. Opfer sind zumeist andere Ju­ gendliche (vgl. Pfeiffer u. a. 1998). Die gesellschaftliche Reaktion ist hilflos: wieder einmal ertont der Ruf nach Werterziehung, ohne daB wir wissen, ob es nicht gerade die Verteidigung von Werten ist, die den Kampf anleitet; der Ruf nach Strafver­ schlirfung, ohne daB wir wissen, ob Strafe tiberhaupt abschreckende Wirkung hat, der Ruf nach Absenkung des Strafmtindigkeitsalters, ohne daB wir wissen, was wir mit Kindem in einer Strafvollzugseinrichtung anfangen konnten. Kurzum, das Phli­ nomen ist Gegenstand offentlicher Erregung, ohne daB wir wissen, was zu tun ware. In dieser Situation sollten auch die allgemeinen Bedingungen der jugendlichen Existenz heute in Erinnerung gerufen werden.

Specificaties

ISBN13:9783322974358
Taal:Duits
Bindwijze:paperback
Aantal pagina's:446
Druk:0

Inhoudsopgave

Das Buch beschreibt die Gruppenkulturen von Jugendlichen in denspäten neunziger Jahren und fragt nach den Bedingungen für den Anstieg vonGewalt. Gruppenkulturen, die sich unter Jugendlichen im Dschungeldeutscher Großstädte ausbilden, erscheinen manchem Beobachter fremder alsferne Volksstämme. Sie erschüttern kulturelle Gewißheiten, rechtliche Regelnund politischen Konsens. Besorgnis erregt gegenwärtig der Anstieg des Drogenkonsums undder Gewaltbereitschaft (untereinander und gegen ¶Fremde¶) inmanchen Jugendkulturen. Was bedeuten diese Cliquen für die Jugendlichen, welchebiographischen Probleme werden in ihnen bearbeitet, und welche Alternativengibt es zur Gewalt? Zwanzig ethnographische Portraits lassen erkennen, wieunterschiedlich diese Fragen beantwortet werden müssen.  Aus dem Inhalt:  I. Das Forschungsprogramm 1. Einleitung 2. Theoretische Bezugspunkte und Konzeption der Untersuchung 2.1 Die doppelte Referenz von Identität 2.2 Gruppe, Identität und Abgrenzung 2.3 Konzeption der Untersuchung 3. Methodologische Orientierung, Feldzugang undForschungsmethoden 3.1 Lebenswelt und subjektive Wirklichkeit 3.2 Das Untersuchungsfeld 3.3 Forschungsmethoden 3.4 Auswertung als Prozeß  II. Empirische Ergebnisse 4. Bezugsszenen 4.1 Ältere Szenen (Hooligans, Punks, Skinheads, Autonome) 4.2 Neuere Szenen 4.3 Grundzüge der globalen Kultur 5. Rekonstruktion von Gruppenwirklichkeiten an ausgewähltenFallbeispielen 5.1 Gruppenbildung über ethnische Merkmale 5.2 Gruppenbildung über gemeinsame Biographie undViertelzugehörigkeit 5.3 Gruppenbildung über Stil und Weltanschauung  III. Folgerungen 6. Abgrenzung, Biographie und Gruppenprozeß 6.1 Kristallisationspunkte von Selbstkategorisierung undGruppenbildung 6.2 Formen von Abgrenzung gegenüber ¶Anderen¶ 6.3 Gruppenbildung und Abgrenzung im gesellschaftlichen Raum 6.4 Die Verselbständigung der Gruppenwirklichkeit 6.5 Kontexte der Gewalt 7. Kompensation oder Kompetenz: Gründe für die VerallgemeinerungvonZugehörigkeit  Pressestimmen: ¶Das f
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